Auf den Spuren Sehusas

DM Sprint durch mittelalterliche Kulissen

Wirklich weit war die Anreise dieses Mal, zumindest für die Nordhessen, nicht. Gefüllt wurde das Wochenende mit der DM Sprint, der ersten nationalen Sprintstaffel und der aufgrund des annullierten DM Mittel-Laufes im Frühjahr in einigen Kategorien nachzuholenden DM Mittel - in den restlichen Kategorien als Bundesranglistenlauf über die Langdistanz ausgetragen. Der Weg führte uns nach Seesen ins Harzer Vorland.

 

Der Sprint am Samstagvormittag hielt so einige Überraschungen bereit. Verschiedene Ebenen, zahlreiche Treppen, Mauern und komplizierte Routenwahlen stellten alle Athleten vor einige besondere technische Herausforderungen. Umso beachtlicher sind die Ergebnisse unserer Südhessen. Jana Kunkelmann (TSG Bad König) lief bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft auf einen starken siebten Platz bei den Damen bis 14. Maren Guthier (TSG Bad König) verpasste mit Rang sieben bei den Damen bis 18, ebenso wie ihre Vereinskollegin, nur ganz knapp ein Diplom.

 

Bei der erstmals national ausgetragenen Sprintstaffel am Nachmittag starteten Hendrik und Niklas Holzhauer gemeinsam mit den D-Kader-Trainerinnen Josephine Greiner und Sabine Rothaug. Das Rennen war laufbetonter und technisch weniger anspruchsvoll als am Vormittag. Mit dem fünften Platz in der Elitekategorie kann das Quartett zufrieden sein.

 

Der sonntägliche Bundesranglistenlauf war von einem größtenteils offenen Wald mit sehr guter Belaufbarkeit geprägt. So manche Felsformation, insbesondere zu Beginn der Strecke, sowie einige Höhenmeter verlangten bei den recht hohen Temperaturen den Läufern noch einmal alles ab. Hendrik Holzhauer (H 16, OSC Kassel) kämpfte sich über seine 6 km lange Strecke und sicherte sich mit knapp fünf Minuten Rückstand den dritten Platz. Direkt dahinter reihte sich in der Ergebnisliste Frido von Uckro (OSC Kassel) ein. Ebenfalls den vierten Platz sicherte sich nach 2,3 km Luftlinie Anna Blaschke bei den Damen bis zwölf. Cedric Guthier (H 20, TSG Bad König) lief mit acht Minuten Rückstand nach 4,8 km Luftlinie als Fünftplatzierter über die Ziellinie.

 

Wir blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück, bei dem nicht nur wertvolle Erfahrungen für den JLVK am kommenden Wochenende gesammelt wurden, sondern auch insbesondere bei der Abendveranstaltung ein kleiner Ausflug ins mittelalterliche Seesen (Sehusa) für ein besonderes Ambiente sorgte.

 

„Handgeklapper bitte!“

 

Text: Sabine Rothaug