Bojan Blumenstein im Interview

Weltmeisterschaft, Weltcup und Jukola

Die letzten Wochen haben nach langer Pause die ersten großen internationalen Wettkämpfe stattgefunden (Weltmeisterschaft, Weltcup, Jukola). Wie war es für dich nach so langer Zeit? 

 

Ich bin es generell nicht gewohnt jedes Jahr große Internationale Wettkämpfe zu laufen. Ein Jahr ohne solche Wettkämpfe hat es auch früher schonmal verletzungs- oder krankheitsbedingt gegeben. Somit habe ich es als relativ normal empfunden nach knapp zwei Jahren ohne großes internationales Event wieder ein solches zu laufen. Durch die zahlreichen Coronamaßnahmen war allerdings einiges anders. Der Kontakt zu den anderen Teams war eingeschränkter, kaum Zuschauer, regelmäßige Tests und natürlich viel mit Maske unterwegs.

 

Über die WM haben wir ja schon viel von dir gehört, wie war es beim Weltcup? Was waren deine Erwartungen und konntest du sie erfüllen?

 

Meine Erwartungen an das Gelände wurden alle Male erfüllt. Technisch anspruchsvolle Wälder in traumhafter Natur. Meine Erwartungen an meine eigene Leistung war nicht sehr hoch. Nach der WM war ich mehrere Wochen krank und somit lief die Vorbereitung auf den Weltcup nicht wie geplant. Physisch konnte ich dennoch meine Erwartungen bei den Wettkämpfen erfüllen. Technisch lief es teilweise leider nicht so gut.

 

Zuletzt bist du bei der Jukola gelaufen. Wie war das Gefühl nach so langer Zeit bei so einer großen Staffel? Wie zufrieden bist du mit deiner Leistung und der deiner Staffel?

 

Die letzte Jukola die ich gelaufen bin war 2019. Also auch hier würde ich nicht sagen, dass zwei Jahre sehr lange her ist. Aber es war natürlich mal wieder ein spannendes Ereignis bei so einem großen Event direkt am Polarkreis in Rovaniemi dabei zu sein. Ich selber bin die letzte Etappe im zweiten Team gelaufen. Für mich eine ziemliche Enttäuschung, dass ich es nicht geschafft habe mich fürs erste Team zu qualifizieren. Ich habe dennoch versucht eine gute Etappe für mein Team zu laufen. Ein paar Plätze konnte ich gut machen und am Ende reichte es für einen 58. Platz. Kein besonders gutes Resultat für das zweite Team. Allerdings waren die Erwartungen wegen einiger Ausfälle im Team durch coronabedingte Einreisebeschränkungen nicht viel höher. 

 

Was steht für dich diese Saison noch auf dem Programm? 

 

Die nächsten Wochen sind erstmal vollgepackt mit Wettkämpfen in Norwegen. Norwegische Meisterschaften im Sprint, Knockout Sprint, Sprintstaffel, Langdistanz, Mitteldistanz, Staffel und Nacht-OL werden in den nächsten vier Wochen ausgetragen. Am ersten Oktoberwochenende steht dann noch das Weltcup Finale in Italien an. Sehr gerne würde ich auch mal wieder nach Deutschland zu einer Meisterschaft anreisen. Leider wurden die deutschen Langdistanz Meisterschaften mal wieder parallell zum Weltcup in Italien gelegt. Somit wird es auch dieses Jahr für mich keinen Start bei Deutschen Meisterschaften geben.

 

 

 

Interviewer: Sabine Rothaug